30. Oktober 2009

[Presse] Rasselbande kontra Kanonenfutter

SPIEL DER WOCHE SG No/Wa geht in der A-Liga als Favorit gegen Schlusslicht Olympia ins Spiel

Novum für die SG Nordheim/Wattenheim. “Es ist das erste Mal, dass wir in dieser Saison als Favorit in ein Spiel gehen”, so Trainer Hamdija Catic. Am Sonntag gastiert der FC Olympia Lampertheim ab 14.30 Uhr auf dem Wattenheimer Sportplatz. Und der Tabellenletzte kommt mit der mageren Empfehlung von lediglich einem Sieg und einem Unentschieden aus 13 Partien in der Fußball-Kreisliga A.

Vor dem Duell stellt sich nun die Frage, wie die jungen Schützlinge von Catic mit der Favoritenrolle umgehen. “Wir müssen auch gegen die Olympia an unser Maximum gehen. Es gibt keinen einfachen Gegner.” Dazu zählt der Trainer auch den FCO nicht, obwohl die Blau-Schwarzen mit dem schlechtesten Angriff und der löchrigsten Defensive auf dem Papier als Kanonenfutter daherkommen. “Sie haben auch Pech gehabt, so ist das eben, wenn man unten drinsteht”, sagt Catic. Dass die Partie nicht im Vorbeigehen zu gewinnen ist, muss der Coach nun in die Köpfe seiner Rasselbande bringen, von welcher manche Akteure gerade “zehn bis 15 Spiele im Seniorenbereich” (Catic) absolviert haben.

Die Spargelstädter stehen vor dem Derby gegen die Kuckucke unter Druck. Vier Zähler Rückstand auf den Vorletzten sind zwar alarmierend genug. Es gilt aber, sich wenigstens einen Hauch von Selbstvertrauen zu holen. Denn in der nächsten Woche kommt es im heimischen Adam-Günderoth-Stadion zum Duell mit dem Tabellen-15. TG Trösel. “Ein kleines Endspiel”, wie der neue Trainer Steffen Pflüger betont. Mit zwei Siegen würde der FCO gar die Rote Laterne abgeben. Realistisch gesehen geht es jedoch darum, den Kontakt nicht vollständig abreißen zu lassen.

Immerhin stellen sich unter Pflüger bereits Verbesserungen ein. Beispielsweise ist die Trainingsbeteiligung gestiegen. “Wir können jetzt arbeiten und uns abstimmen”, so Pflüger. Auch die fehlende Kraft soll nach und nach zurückkommen. Pflüger: “Ich hoffe, dass wir bis zum Spiel gegen Trösel bei 80 Prozent sind.” Den neuen Handlungsspielraum, den Pflüger durch die bessere Trainingsbeteiligung hat, wird am Sonntag Manuel Gärtner zu spüren bekommen: Der Angreifer kam in dieser Woche nicht ins Training, nun muss er zuschauen.

In Bestbesetzung kann auch Catic seine Mannen nicht auf den Platz schicken. Christian Biebesheimer fehlt aus beruflichen Gründen, ob Pascale Möbius mitwirken kann, steht noch nicht fest. Aber auch so hat die Spielgemeinschaft in der bislang überraschend gut verlaufenen Runde ausreichend Selbstvertrauen für ein Duell mit dem Letzten gesammelt. “Von der Qualität her sollten wir das Spiel gewinnen”, meint Catic. Auf die Frage, was seine Mannschaft bislang ausgezeichnet hat, weist er auf den Mannschaftsgeist hin. “Wir treten einheitlich auf, jeder gibt alles, auch bei negativen Ergebnissen wird noch in der Nachspielzeit gekämpft”, so Catic. Da muss auch die Olympia hinkommen, will man den Klassenerhalt schaffen.

So wollen sie spielenSG Nordheim/Wattenheim: Liep; Kronauer, Hihn, Heß, Pixberg, Yaz, Bedfort, Tanriverdi, D. Theiss, T. Theiss, Himbert.

FC Olympia Lampertheim: Höss; Hahl, Ofenloch, Pflüger, Wagner, Friedle, Rückert, Brucato, Rihm, Weisel, Becher.

Lampertheimer-Zeitung 30.Oktober 2009
http://www.lampertheimer-zeitung.de/sport/lokalsport/fussball

[Presse] Die Torfabrik trifft auf das Abwehr-Bollwerk

Im Spitzenspiel erwartet Alemannia Groß-Rohrheim Spitzenreiter TSV Aschbach / Trainer Losert will Spielmacher Weihrauch ausschalten.

FC Olympia unter enormem Druck

Für die SG Nordheim/Wattenheim, wohl eine der Überraschungsmannschaften der laufenden Saison, steht in dieser Woche ein weiteres Riedderby an. Die Truppe um Coach Hamdija Catic empfängt Schlusslicht Olympia Lampertheim. Während die Spielgemeinschaft mit 18 Punkten derzeit den achten Tabellenplatz belegt, geht es für die Spargelstädter um Spielertrainer Steffen Pflüger ums nackte Überleben.

Catic hofft, dass seine junge Mannschaft das Spiel nicht auf die leichte Schulter nimmt: “Wir müssen auch in diesem Spiel sehr konzentriert arbeiten. Ich habe die Olympia beobachtet und da war nicht alles schlecht, schließlich haben sie ja auch gegen die Bürstädter Eintracht gewonnen und hatten oft viel Pech.” Pflüger wünscht sich dagegen einen Auswärtssieg, auch wenn er sich mit einem Remis zufriedengeben würde: “Sollten wir gewinnen, wäre das ideal, da wir damit Trösel unter Druck setzen würden.” Während Catic wohl auf Biebesheimer und Möbius verzichten muss, setzt Pflüger auf die gleiche Mannschaft wie zuletzt. Lediglich Torwart Höss ist aus dem Urlaub zurück.
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26. Oktober 2009

[Presse] Alemannia dominiert “einseitige Partie”

Während die Groß-Rohrheimer Alemannia mit einem 5:0-Auswärtssieg beim Tabellenschlusslicht Olympia Lampertheim die Heimpremiere von Olympias neuem Coach Steffen Pflüger kräftig verhagelte, bleibt die Bürstädter Eintracht nach einem Heimsieg gegen die TG Jahn Trösel im Rennen um den Aufstieg in die Kreisoberliga.

Ol. Lamperth. - Al. Groß-Rohrh. 0:5
“Das Ergebnis ist gerecht, Groß-Rohrheim war die klar bessere Mannschaft, wir hatten nicht viel dagegen zu setzen”, resümierte Lampertheims Spielausschusschef Fredy Halbroth nach dem 0:5. “Vielleicht wäre es zu krass formuliert, von einem Klassenunterschied zu sprechen, aber man merkte, dass die Lampertheimer Mannschaft sehr verunsichert ist. Wir hätten auch gut und gerne höher gewinnen können, haben unsere zahlreichen Chancen allerdings nicht konsequent genug genutzt”, analysierte FCA-Coach Marcus Losert die “sehr einseitige Partie”. Doch auch wenn seine Spieler einige Riesenchancen ausließen, war der Alemannen-Trainer zufrieden: “Wir haben guten Fußball gespielt und die drei Punkte verdient mitgenommen.”

Auf FCO-Trainer Steffen Pflüger, der auch im zweiten Spiel für die Olympia selbst auflief, wartet dagegen eine Menge Arbeit im Kampf um den Klassenerhalt. Nach nur fünf Minuten brachte Smiljanic den FCA mit einem Heber in Führung (5.). Fey nutzte einen Abwehrfehler zum 2:0-Halbzeitstand (20.). Als nach dem Seitenwechsel Elezovic auf 3:0 erhöhte (52.), war auch der letzte Widerstand gebrochen, was Riedel (65.) und Smiljanic (75.) nutzten. (weiterlesen…)

[Presse] Alemania spielerisch besser

OL. LAMPERTHEIM – GROSS-ROHRHEIM 0:5.

Bernd Härtel, Zweiter Vorsitzender der FC Olympia Lampertheim, erkannte trotz der deutlichen Niederlage Positives nach dem Spiel seiner Auswahl. „Gut ist, dass die Mannschaft nicht aufgegeben und weiter gekämpft hat“, bilanzierte Härtel.

Die Lampertheimer zeigten eine recht kompakte Leistung, konnten sich gegen spielerisch überlegene Groß-Rohrheimer allerdings nur wenige Vorteile verschaffen. FCO-Spieler Marco Brucato setzte den Ball nach zehn Minuten am Tor vorbei, Thomas Ofenloch scheiterte eine Viertelstunde vor Schluss mit einem Kopfball.

Die Alemannia konnte sich mit dem Erfolg ein Polster verschaffen vor den nächsten Punktspielen, denn Trainer Marcus Losert hat Personalsorgen. Die Alemannia werden stark ersatzgeschwächt in die nächsten Begegnungen gehen müssen, so Losert.

Echo-Online 26.Oktober 2009
http://www.echo-online.de/suedhessen/static

 

[Presse] Coach Steffen Pflüger musste im zweiten Spiel die erste Niederlage hinnehmen.

Eintracht Bürstadt und Alemannia Groß-Rohrheim haben sich in der Fußball-Kreisliga A keine Blöße gegeben und bleiben Aschbach auf den Fersen. Olympias neuer Coach Steffen Pflüger musste im zweiten Spiel die erste Niederlage hinnehmen.

FC Olympia Lampertheim - FC Alemannia Groß-Rohrheim 0:5 (0:2): Die Blau-Schwarzen von Coach Steffen Pflüger konnten den Alemannen in dieser Partie nur phasenweise Paroli bieten. Toni Smiljanic (2), Bernd Fey, Hamazalija Elezovic und Thomas Riedel trafen für die Gäste aus Groß-Rohrheim. “Wir haben das Spiel zu jeder Zeit dominiert und dann auch verdient gewonnen”, meinte FCA-Trainer Marcus Losert.

FC Olympia Lampertheim: Neuwinger; Hahl, Ofenloch, Pflüger, Wagner, Rückert (46. S. Akkaya), Rihm (75. Friedle), Brucato, Gärtner, Weisel (55. Härtel), Becher. (weiterlesen…)

23. Oktober 2009

[Presse] Losers Elf trifft im Derby auf Olympia Lampertheim

Nein, es ist kein einfaches Spiel, das Steffen Pflüger bevorsteht. Seit einer Woche trainiert er die Lampertheimer Olympia - und tritt nach dem Punktgewinn beim FSV Rimbach morgen, 15 Uhr, gegen die Groß-Rohrheimer Alemannia an.

Während die Groß-Rohrheimer als einzige Mannschaft neben Tabellenführer TSV Aschbach in der laufenden Runde noch ungeschlagen sind und um den Aufstieg in die Kreisoberliga mitspielen, geht es für die Olympia darum, die Klasse zu halten. “Die Alemannen haben eine sehr gute Truppe, für uns wird es nicht einfach”, weiß Pflüger. Allerdings dürfte auch Marcus Losert, der die Alemannen trainiert, vor der Olympia gewarnt sein. Schließlich holte Pflüger mit seiner neuen Mannschaft beim FSV Rimbach einen Achtungserfolg.

Während Pflüger seine Truppe allerdings noch kennenlernen muss, kann Losert auf eine eingespielte Mannschaft zählen: “Neben unseren Langzeitverletzten steht lediglich hinter Krieger ein Fragezeichen. Alle anderen sind an Bord.” Dass die Olympia mit Steffen Pflüger einen neuen Trainer gefunden hat, ist für die Alemannen nicht wirklich von Belang, auch wenn der Respekt vor dem ehemaligen Gruppenligisten groß ist: “In Lampertheim hängen die Trauben immer hoch, dennoch wollen wir das Spiel gewinnen, um weiterhin in der Spitzengruppe zu bleiben. Allerdings muss meine Mannschaft in Lampertheim eine bessere Leistung abliefern, als zuletzt gegen die Reserve des SV Unter-Flockenbach. Da hat uns einfach der Durchschlag gefehlt, und wir sind auf einen gut organisierten Gegner getroffen. Gegen die Olympia werden wir das hoffentlich besser machen.” Losert will auch weiterhin ungeschlagen bleiben: “Die Saison ist noch sehr lang, da kann immer ein Einbruch kommen. Deshalb wollen wir unsere Saisonziele auch noch nicht nach oben korrigieren. Trotzdem erwarte ich gegen die Olympia einen Sieg.” (weiterlesen…)

[Presse] Pflüger gibt Heimdebüt

Neue Besen kehren gut: Das hoffen auch die Verantwortlichen des FC Olympia Lampertheim. Beim Debüt von Trainer Steffen Pflüger holte das Schlusslicht der Fußball-Kreisliga A in Rimbach einen Zähler. Bei der Heimpremiere wird es gegen den FC Alemannia Groß-Rohrheim ungleich schwerer.

FC Olympia Lampertheim (16.) - FC Alemannia Groß-Rohrheim (5.): Die persönliche Zielsetzung zum Heimdebüt ist eher bescheiden. “Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen”, erklärt Steffen Pflüger. “Es wäre unverfroren, zu sagen, wir wollen gewinnen.” Schließlich sind die Alemannen der große Favorit. Nach elf Spieltagen sind die Groß-Rohrheimer immer noch ungeschlagen. Dennoch findet sich die Mannschaft von Marcus Losert auf dem fünften Rang wieder. Zu viele Unentschieden wie zuletzt beim 3:3 gegen Unter-Flockenbach verhinderten den Vormarsch. Auswärts sind die Alemannen aber nach wie vor eine Macht, und so müssen sich die Spargelstädter warm anziehen. (weiterlesen…)

20. Oktober 2009

[Presse] Verein mit Höhen und Tiefen

FC Olympia Lampertheim feiert 100-jähriges Bestehen in der Hans-Pfeiffer-Halle

Die 100-Jahr-Feier des FC Olympia Lampertheim, mit der der älteste Fußballverein in der südhessischen Stadt seiner ereignisreichen Geschichte gedachte, hatte es in sich.

Dass sie ausgerechnet am 17. Oktober stattfand, hatte einen guten Grund, denn die Lampertheimer Olympia wurde am 17. Oktober 1909 gegründet. Die zahlreichen Gäste erlebten zwar eine rundum gelungene Feier, mussten aber auch in den zahlreichen Reden zur Kenntnis nehmen, dass es derzeit für den FC Olympia, einst ein Aushängeschild im südhessischen Fußball, nicht zum Besten bestellt ist.

Problem: Mitgliederschwund
Dies brachte auch Markus Moser, der seit wenigen Monaten Vereinsvorsitzender des FCO ist, zum Ausdruck. In seiner emotionalen Rede bedauerte Moser, dass es der Verein trotz der jüngsten Erfolge versäumt habe, neue Strukturen zu bilden, und dem Verfall des Mitgliederbestandes entgegenzuwirken. “Uns fehlen die Leute zwischen 25 und 50 Jahren”, verdeutlichte Moser, dass sein Verein dringend neue Mitarbeiter benötigt. Für die nächste Zeit kündigte er eine Kooperation mit dem VfB Lampertheim an. Der alte Rivale, dessen Clubhaus unmittelbar neben dem FCO-Heim steht, hat derzeit ähnliche Probleme wie die Olympianer.

Trotz der kritischen Töne zeugten die zahlreichen Gratulanten davon, dass beim FC Olympia über viele Jahre hinweg eine sehr gute Arbeit geleistet wurde. “Ihr habt bei der Olympia stets der Jugend ein Zuhause gegeben. Wenn Ihr Euch weiterhin um Kinder und Jugendliche kümmert, hat der Verein eine Zukunft”, schrieb Kreisfußballwart Reiner Held (Bürstadt) der Olympia aufmunternde Worte ins Stammbuch. Er schloss sich damit den Worten seines Vorredners Walter Biba (Freigericht) an. Biba ist stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Fußballverbandes. Auch der neue Sportkreisvorsitzende Günter Bausewein (Fürth) und Kreisbeigeordneter Norbert Golzer (Heppenheim) fanden lobende Worte für den FC Olympia. Sie überreichten wie ihre Vorredner ein Präsent. Einer der Festredner war natürlich Lampertheims Bürgermeister Erich Maier. Er überbrachte gemäß den Förderrichtlinien der Stadt Lampertheim einen Scheck in Höhe von 1100 Euro. Außerdem kündigte er an, dass im Adam-Günderoth-Stadion demnächst ein Kunstrasen verlegt wird.

Auch bei der Gratulationstour der Vereine wurde deutlich, dass die Olympia ihren festen Platz in der Lampertheimer Vereinsfamilie hat. Und dies solle laut den Gratulanten auch so bleiben.

Die Damengymnastikabteilung des Vereins zeichnete nach einem gelungenen Buffet für den zweiten Teil des Abends verantwortlich. Nach der Begrüßung von Vorstandsmitglied Christel Rach wurden vom Tanzzentrum Geisert-Throner und vom TGV Rosengarten sehenswerte Tanzdarbietungen vorgeführt. Tränen lachten die Besucher beim Auftritt von “Mundarttisch” alias Peter Gutschalk und Peter Bischof. Das Duo hielt bei seinem Auftritt die “Lambada Sproch” hoch.

Für eine “musikalische Erfrischung” sorgte die Musikgruppe “Abba”. Als Stimmungsband sorgte “Yesterday’s Melodies” dafür, dass die Tanzfläche nach dem offiziellen Programm nicht leer blieb.

Aber auch die Damengymnastikabteilung, seit vielen Jahren ein rühriger Aktivposten im Verein, gab eine musikalische Kostprobe zum Besten. Ihr einstudierter Song sollte dem FCO die Richtung in die Zukunft voraussagen: “Marmor, Stein und Eisen bricht. Aber unsere Olympia nicht.”

Südhessen Morgen 19. Oktober 2009
Von unserem Mitarbeiter Matthias Bähr
http://www.morgenweb.de/region/lampertheim

[Presse] Mit einem Lederball fing alles an

JUBILÄUM FC Olmypia Lampertheim feiert 100-jähriges Bestehen

Idealismus, Opferbereitschaft und Kameradschaft. Diese drei Faktoren seien für die Vereinsarbeit unentbehrlich. Das wusste schon Paul Oberfeld, ehemaliger Erster Vorsitzender des FC Olympia Lampertheim, auf der Jubiläumsveranstaltung seines Vereins 1949. Auf der diesjährigen 100-Jahrfeier des Traditionsvereins erinnerten sich die Mitglieder in Angesicht der aktuellen Situation an die Worte ihres ehemaligen Vereinschefs.

In der Hans-Pfeiffer-Halle eröffnete der amtierende Erste Vorsitzende Markus Moser eine Jubiläumsfeier der anderen Art. Nicht die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte und die Herrlichkeit des Vereinslebens standen im Mittelpunkt. Vielmehr wurden aktuelle Probleme thematisiert, was dem feierlichen Rahmen eine eigentümliche Note verlieh. So begann Moser seine Begrüßung nicht wie üblich mit einem ausgearbeiteten Manuskript, sondern redete frei von der Seele weg.

Unverblümt ehrlich gab sich der Olympia-Chef, als er sich bei der Damengymnastik-Abteilung bedankte, dass die 100-Jahrfeier überhaupt stattfinden konnte. Nur Dank des Engagements und der Organisation der FCO-Frauen konnte in kürzester Zeit eine Feier ins Leben gerufen werden. Eine Festschrift konnte noch nicht angefertigt werden. “Bitte haben Sie keine zu hohen Erwartungen. Die Zeit fehlte einfach. Haben Sie Nachsicht”, entschuldigte sich Moser bei den Gästen, allerdings mit dem Versprechen: “Ich werde zu Ihnen aus dem Herzen sprechen.”

Der Vorsitzende musste aus privaten Gründen die Veranstaltung früher verlassen, doch vorher galt sein Augenmerk den Gästen und Honoratioren. “Ein besonderer Dank gilt der Stadt, die eine ganz große Unterstützung für alle Lampertheimer Vereine ist.” Danach folgte eine Bestandsaufnahme des Vorsitzenden in ungeahnt offener Weise. Vor zwei Wochen musste der Verein seine zwei Jugendmannschaften vom Spielbetrieb abmelden, da dieser nicht aufrechtzuerhalten gewesen sei. “Wir werden neue Wege gehen. Wir haben eine offizielle Anfrage an den VfB Lampertheim für eine Kooperation gestellt”, so Moser zu den letzten Entwicklungen.

Dieser neue Tiefpunkt ist ein weiterer Rückschlag für den Verein, der nicht über genügend Ehrenamtliche verfügt, um wie in der Vergangenheit Erfolge im Fußballbereich und ein intaktes Vereinsleben zu garantieren.

Danach wurde es äußerst emotional, als Markus Moser unter Tränen und entgegen aller Absprachen sich bei seinem Vorgänger Werner Zehnbauer für dessen 14 Jahre als Ersten Vorsitzenden bedankte. “Er hat uns nie im Stich gelassen. Ich danke ihm aus tiefstem Herzen.” Selbst gab Moser dabei bekannt, dass er über seine Amtsperiode nicht noch einmal für das Amt des Vorsitzenden kandidieren werde. “Wir werden im Vorstand weiter an der Zukunft des Vereins arbeiten, aber ich bin der falsche Mann an diesem Platz.”

Nach der ergreifenden Rede fuhr Olympia-Mitglied Herbert Eichenauer mit der Ehrung der langjährigen Mitglieder fort. Dabei ging er weit zurück in die Gründerjahre, als auf den Tag genau am 17. Oktober 1909 um den Ersten Vorsitzenden Heinrich Eberhard der FC Olympia Lampertheim ins Leben gerufen wurde. Damals brachte der Kaufmann Wilhelm Hamm einen Lederfußball von einer Reise mit in die Spargelstadt und die Geschichte des FCO begann.
“Die Treue zum Verein ist heute keine Tugend mehr. Es liegt nicht im Trend”, schloss sich Eichenauer aber auch seinem Vorredner an. “Alle Vereine kämpfen mit einer Fluktuation. Ein Besuch im Fitnessstudio ohne Verpflichtungen ist der Trend der Zeit.” Gerade deshalb seien Mitglieder heute die wichtigsten Ressourcen des Vereinslebens, so Eichenauer.

Als beste Beispiele dienen dabei die 18 geehrten, langjährigen Mitglieder, von denen allerdings nur fünf anwesend sein konnten. Tim-Oliver Fuchs war bereits mit sieben Jahren Mitglied des FCO und feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Oder Klaus Nathmann, der während seiner aktiven Laufbahn beim VfR Bürstadt in der Zweiten Bundesliga spielte und doch seit 40 Jahren Vereinsmitglied blieb.

Nach seinem Dank für die Arbeit von Werner Zehnbauer und lobenden Worten für den ehemaligen Olympia-Trainer Karl-Heinz Göbel übergab Eichenauer Bürgermeister Erich Maier das Wort. Dieser gratulierte dem Verein zu seinem “herausragenden Jubiläum” und überreichte einen Scheck von 1 100 Euro. Ihm folgten die Gratulanten Norbert Golzer (Kreisbeigeordneter), Walter Biba (Vizepräsident des Hessischen Fußballverbands), Reiner Held (Kreisfußballwart), Günther Bausewein (Sportkreisvorsitzender) und die Vertreter der hiesigen Vereine.

Das abschließende Abendprogramm füllten Tanzdarbietungen von Geisert-Thorner und des TGV Rosengarten sowie ein Auftritt von MundART.

Lampertheimer-Zeitung 19.Oktober 2009 Von Tommy Dietrich
http://www.lampertheimer-zeitung.de/region/lampertheim

16. Oktober 2009

[Presse] 1:1 Plügers erster Streich

Es war der erste Auftritt des neuen Trainers Steffen Pflüger, und der darf durchweg als gelungen bezeichnet werden. Mit seiner neuen Mannschaft, dem FC Olympia Lampertheim, holte er im vorgezogenen A-Liga-Spiel gestern Abend beim FSV Rimbach ein 1:1. Pflüger, zuletzt bei Starkenburgia Heppenheim II in Amt und Würden, ist seit Dienstag Übungsleiter beim Tabellenletzten Lampertheim.

In der ersten Halbzeit war es ein mäßiger Kick. Der bis dahin fünfte Torschuss des gesamten Spiels brachte Lampertheim die Führung durch Gärtner. Rimbach gelang das 1:1 durch einen von Weisener in der Schlussphase verwandelten, allerdings zweifelhaften Foulelfmeter. Immerhin bemühten sich die Gastgeber im zweiten Abschnitt, hatten die eine oder andere Torgelegenheit, doch insgesamt war das 1:1 für den FSV eine Enttäuschung.

FSV Rimbach: Stein, Weisener, Schwarz, Hinsch, Bechtel, Saal (ab 70. Jäger), Askin, Matthias Kadel (ab 70. Schmitt), Delic, Valentin, Handtke (ab 62. Borgenheimer).

Olympia Lampertheim: Höss, Hahl, Ofenloch, Becher, Wagner, Weissel, Halit Akkaya, Neuwinger (ab 80. Rückert), Gärtner, Pflüger, Brucato. Tore: 0:1 Gärtner (44.), 1:1 Weisener (86., Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Schubert (VfR Fehlheim). – Zuschauer: 77. – Beste Spieler: Höss.

Echo-Online 16.Oktober 2009
http://www.echo-online.de/suedhessen/static